Eine schlüsselfertige Solaranlage kostet 2026 zwischen 1.100 und 1.500 Euro pro kWp, inklusive Montage, Elektrik und Netzanmeldung. Für ein Einfamilienhaus mit 10 kWp sind das ca. 11.500 bis 15.000 Euro, mit Speicher ca. 16.000 bis 21.000 Euro (0 % MwSt.).
Inhalt
Ehrliche Preisbereiche statt Lockangebote: was Ihre Anlage wirklich kostet, was den Preis beeinflusst und woran Sie ein faires Angebot erkennen.
Was eine Solaranlage in München kostet
Eine schlüsselfertige Solaranlage kostet 2026 zwischen 1.100 und 1.500 Euro pro Kilowattpeak, inklusive Montage, Elektroinstallation und Netzanmeldung. Für ein typisches Einfamilienhaus im Münchner Umland heißt das:
| Anlagengröße | Ohne Speicher | Mit Speicher |
|---|---|---|
| 6 kWp | ca. 8.000 bis 10.000 € | ca. 11.500 bis 14.500 € |
| 10 kWp | ca. 11.500 bis 15.000 € | ca. 16.000 bis 21.000 € |
| 15 kWp | ca. 16.000 bis 20.000 € | ca. 21.000 bis 27.000 € |
Gut zu wissen: Auf Anlage, Speicher und Installation fallen aktuell 0 % Mehrwertsteuer an.
Warum die Spanne so groß ist? Weil kein Dach dem anderen gleicht. Genau darum geht es in diesem Artikel.
Was den Preis Ihrer Anlage bestimmt
1. Das Dach
Der größte Preisfaktor sitzt über Ihrem Kopf. Ein einfaches Satteldach mit Ziegeleindeckung ist der Standardfall, hier läuft die Montage am schnellsten. Teurer wird es bei:
- Flachdächern: Aufständerung und Ballastierung nötig
- Biberschwanz oder Schiefer: aufwendigere Dachhaken-Montage
- Verwinkelten Dächern mit Gauben: mehr Planungsaufwand, kleinere Modulfelder
- Hohen Gebäuden: Gerüstkosten steigen mit jeder Etage
Deshalb schauen wir uns jedes Dach vorher per Drohne an. So kalkulieren wir genau, und Sie bekommen keinen Nachtrag, weil vor Ort dann doch alles anders war.
2. Der Speicher
Ein Stromspeicher schlägt je nach Kapazität mit 3.000 bis 8.000 Euro zu Buche. Ob er sich lohnt, hängt von Ihrem Verbrauchsprofil ab, dazu gibt es einen eigenen Ratgeber-Beitrag. Kurzfassung: Für die meisten Familien lohnt er sich, weil er den Eigenverbrauch von rund 30 auf 60 bis 80 Prozent hebt.
3. Die Elektrik im Haus
Der Punkt, den viele Angebote verschweigen: Ihr Zählerschrank. Ist er älter als 20 bis 30 Jahre, muss er für die Anlage oft modernisiert werden. Das kostet je nach Zustand 1.500 bis 3.500 Euro extra. Als Elektrotechnik-Meisterbetrieb erledigen wir das direkt mit, ohne dass Sie einen zweiten Betrieb beauftragen müssen. Und wir sagen es Ihnen vor der Unterschrift, nicht danach.
4. Wallbox und Extras
Eine Wallbox fürs E-Auto kostet inklusive Installation etwa 1.500 bis 2.500 Euro. Taubenschutz, Optimierer bei Teilverschattung oder ein Notstromkonzept kommen je nach Bedarf dazu.
Beispielrechnung: Einfamilienhaus im Münchner Umland
So sieht eine typische Kalkulation bei uns aus. Ausgangslage: Familie, Satteldach Süd-West, 4.500 kWh Jahresverbrauch, E-Auto geplant.
- 10,7 kWp Photovoltaikanlage (22 Module, Glas-Glas, bifazial): 14.800 €
- 10 kWh Stromspeicher: 5.400 €
- Wallbox 11 kW inklusive Installation: 1.900 €
- Gesamt (0 % MwSt.): 22.100 €
Dem stehen gegenüber: rund 2.000 bis 2.400 Euro eingesparte Stromkosten pro Jahr plus Einspeisevergütung für den Überschuss. Die Anlage hat sich damit nach 8 bis 11 Jahren bezahlt gemacht und läuft danach noch Jahrzehnte weiter.
Die Zahlen sind ein realistisches Beispiel. Was Ihr Dach konkret kostet, rechnen wir Ihnen kostenlos aus.
Woran Sie ein faires Angebot erkennen
Der Münchner Solarmarkt ist voll, und leider auch voll mit Angeboten, die auf den ersten Blick günstig wirken. Fünf Punkte, auf die Sie achten sollten:
- Ist die Elektroinstallation enthalten? Manche Anbieter kalkulieren nur die Dacharbeit, der Elektriker kommt extra.
- Steht der Zählerschrank im Angebot? Wenn nicht: nachfragen. Sonst kommt die Überraschung nach der Unterschrift.
- Welche Module werden verbaut? Achten Sie auf Standards statt Markennamen: Glas-Glas, bifazial, etablierter Hersteller mit langer Garantie.
- Wann zahlen Sie? Viele Anbieter verlangen 50 bis 80 Prozent Anzahlung, bevor überhaupt ein Monteur auf dem Dach stand. Bei uns zahlen Sie erst, wenn die Anlage fertig installiert ist. Komplett.
- Wer haftet? Ein Meisterbetrieb mit Sitz in der Region ist auch in fünf Jahren noch erreichbar.
Lohnt sich der Zeitpunkt?
Ja, vor allem wegen der Einspeisevergütung: Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 soll die feste Vergütung für neue Anlagen ab 2027 entfallen. Wer 2026 in Betrieb geht, sichert sich seinen Satz für 20 Jahre (Stand Oktober 2026, das Gesetz ist noch nicht beschlossen). Mehr dazu im Beitrag Einspeisevergütung 2026. Gleichzeitig gelten aktuell 0 % Mehrwertsteuer, und die Modulpreise sind auf niedrigem Niveau.
Häufige Fragen
Warum sind die Preisspannen so groß?
Weil Dachform, Gerüst, Elektrik und Speichergröße jede Anlage individuell machen. Seriös ist nur ein Preis nach Dachprüfung, deshalb machen wir vor jedem Angebot eine Drohnenanalyse.
Gibt es 2026 noch Förderung für Photovoltaik in München?
Die wichtigste Förderung sind die 0 % Mehrwertsteuer und die 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung. Regionale Programme ändern sich laufend, fragen Sie uns, wir kennen den aktuellen Stand.
Wie lange dauert die Installation?
In der Regel ein Tag für die Dachmontage. Die elektrische Inbetriebnahme erfolgt direkt im Anschluss, je nach Projekt am selben Tag oder wenige Tage später.
Muss ich in Vorkasse gehen?
Nein. Bei NOVA zahlen Sie erst nach fertiger Installation. Kein Risiko, keine Anzahlung.